Wednesday, 4 September 2013

Shabushabu zu Mittag, Konzert am Abend

Montag, 3. September



Der Tag hat damit begonnen, dass ich mit großem Hunger aufgewacht bin. Seitdem ich hier bin, habe ich nie Hunger in der Früh. Aber gerade heute, wo kaum Essen da ist. Anstatt zu versuchen aus den Resten hier was zu machen, oder einfach zum Lawson zu gehen, suche ich verzweifelt auf Google Maps, ob es nicht einen Conbini gibt, der nur 5 Minuten entfernt ist... Aber alle 10-15 Minuten zu Fuß... das Leben ist hart. XD

Naja... ich bin am Überlegen, ob ich nicht zum Host in Hokkaido zurück soll. Sie haben mich ja auch extra eingeladen. Wollen mir auch einen Halbpreis Gutschein für die ANA zuschicken. ;_; Ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr auf Kyoto... Das kann ich auch wann anders machen *hust*. Und außerdem interessiert mich die Gegend nicht mehr, seitdem ich die Hokkaido Universität entdeckt habe. Ja, weil ich an der Kyoto Uni interessiert war, wollte ich die Gegend um Kyoto kennen lernen. Aber das hat sich somit wohl erledigt. XD Wobei ich auch nicht weiß, ob das mit der Uni überhaupt was wird... aber das ist eine andere Geschichte.

Für heute war geplant: An der Kudan Sprachschule vorbei schauen. (gegen 17 Uhr) und mich dann mit einer Koreanerin treffen. Ich hätte auch mehr aus dem Tag machen können... Aber irgendwie habe ich das verabsäumt. Wozu bin ich eigentlich nach Tokyo gekommen? ^^' Ich arbeite den ganzen Tag, kann noch keine Massen an Souvenirs kaufen, weil sonst mein Gepäck zu viel/schwer wird und meine freien Tage mach ich nicht sonderlich viel, weil ich schlecht organisiert habe...

Gegen 11 Uhr ist Monhua (ich hoffe man schreibt ihren Namen so oO) vorbei gekommen, um zu frühstücken. Es war das erste Mal, dass ich ein bisschen länger mit ihr reden konnte und sie ist wirklich sehr nett. Wir haben ein bisschen unsere Geschichten von unseren vorigen Hosts ausgetauscht. Sie war vorher in Okinawa. Mein erster Gedanke: zu heiß, zu Amerikanisch, zu viel Meer. Aber als ich ihren Erzählungen zugehört habe, habe ich dann doch irgendwie Lust bekommen, eines Tages bei dem Host vorbei zu schauen. Die Arbeit im Ryokan besteht nämlich hauptsächlich aus Zimmer putzen und am Abend beim Kochen zu helfen. Und einmal in der Woche ist frei und da unternimmt man was mit dem Host zusammen. Allerdings muss man mindestens einen Monat bleiben.

Später ist dann Sora gekommen, die gefragt hat, ob wir alle (mit der Family) Essen gehen wollen. Da ich wirklich Hunger hatte, kam das echt gelegen. Wir sind in ein tebehoudai (all you can eat) Shabushabu Restaurant gegangen. Als wir mit dem Auto gerade vom Haus weg gefahren sind, entdeckt die Host Mutter einen Typen, den sie kennt, und fragt ihn, ob er zum Bahnhof muss und später, ob er nicht mit uns Essen will. Nachdem ich ihren Gesprächen gelauscht habe habe ich herausgefunden, dass er Feuerwehrmann ist. Roy, der ein bisschen mit ihm geredet hat, hat mir dann gesagt, das der Typ 30 ist. Wow... er schaut aus wie nicht mal 18. Aber ehrlich, sein Gesicht schaut nicht mal annähernd nach 30 aus!

Das Restaurant hat ausgeschaut wie ein normales, japanisches (family) Restaurant. Auf dem Tisch waren die Kessel, in denen man sein Fleisch und Gemüse rein schmeißen kann. Da zwischen den Tischen ein recht großer Abstand war, kamen wir nicht wirklich mit unserer Host Family ins Gespräch. Und wieder sitze ich mit 3 Taiwanern an einem Tisch.... Aber sie waren so nett, immer wieder Japanisch zu reden.


Das Fleisch war sehr gut, nur habe ich immer wieder ein Stück rein gelegt und dann vergessen, wo es war. Immer wieder hat man mich fragen gehört, ob das vielleicht mein Fleisch ist, was ich da mit den Stäbchen geangelt habe.


Am Heimweg wurde der Japaner am Bahnhof abgesetzt und wir sind zum Mister Donut gegangen, um mit einen Gutschein 12 Donuts zu kaufen. Als wir wieder Zuhause waren, war es bereits 15 Uhr. Ich habe schnell mit Sora und den anderen Line und Facebook Namen ausgetauscht und währenddessen habe ich sehr viele Gelsenstiche (Mückenstiche) bekommen. Nachdem ich alle Kontaktdaten hatte, bin ich schnell in mein Zimmer geflüchtet. Man, ich hasse diese Viecher. -_- Aber sie sind recht klein und so komisch schwarz-weiß gestreift. oO

In der Zwischenzeit hat die Koreanerin unser Treffen abgesagt, da es ihr nicht gut ging. Gut, so habe ich beschlossen mit dem Freund von mir zu einem Konzert zu gehen...
Kurz vor 16 Uhr habe ich mich auf dem Weg gemacht. Ich habe Roy gefragt, wann er fährt, da wir in die gleiche Richtung mussten, aber er schien wenig dran interessiert zu sein, gemeinsam zu fahren.

Es gab eine Verbindung, danke der man in 45 Minuten von Hino nach Suidobashi kommt. Wow, echt genial oO Aber ich bin zu spät los gegangen. Was ich nicht wusste: man brauch nicht viel länger als 10 Minuten zum Bahnhof.

In der Schule angekommen, habe ich gleich die Direktorin wieder erkannt. Ich war hier, um mich zu erkundigen, wie lang es dauert gut genug Japanisch zu können, um an einer japanischen Uni aufgenommen werden zu können. Rein aus Interesse wollte ich wissen, wieviel ein Jahr an der Schule kostet und so. Ich habe sie gleich mit Fragen gelöchert und sie hat mir eine Person geschickt, die für den Visum Antrag verantwortlich ist. Sie meinte, sich an mich erinnern zu können. Wow... ich liebe diese Schule, die Leute sind so toll. *.*
Wie auch immer. Sie hat mir einen Haufen an Zetteln gegeben, die man ausfüllen muss, sobald man den Antrag macht. Falls ich  z.B. das Visum für Jänner haben will, muss ich Juli bis September die Dokumente einschicken. Dann brauche ich mein Abschluss Diplom von der Schule, meine Studienbestätigung, 6 4x3cm Fotos, Reisepass Kopie, ... Und sollte man ein armer Student sein, braucht man eine Person, die einem die Schule bezahlen kann. Die Person muss in der Lage sein, 1 600 000 Yen bezahlen zu können. Vielleicht ist damit Jahresgehalt gemeint? Oder so irgendwie.
Wie auch immer... das ist alles viel zu teuer, also lassen wirs bleiben. XD

Als ich fertig war, habe ich einen Freund von mir getroffen, mit dem ich nachher zum Konzert gehen sollte. Wir sind schnell zu ihm ins Guesthouse gefahren, haben gegessen und sind dann gleich weiter. Ich habe ehrlich vergessen, wie die Gegend heißt. XD

Das Konzert war relativ klein. Aber der Auftritt war echt lustig, es war schon fast wie eine Showgruppe auf einer Convention. Also Story und Musik + Tänze. Als es vorbei war, wollte der freund von mir mit der Sängerin noch reden, denn die beiden kennen sich. Aber irgendwie war viel los und wir sind die ganze zeit irgendwie nur herum gestanden. Als ich gerade dabei war (alleine) zu gehen, kommt eine Japanerin auf uns zu und fängt ein Gespräch mit uns an.

Aber irgendwann wurde es wirklich Zeit für mich, zu gehen. Ich bin bis nach Shinjuku gefahren und von dort mit der Chuo Rapid Linie weiter. Ich habe wieder den "kaisoku" (rapid) erwischt, der nach Nagano zum "kakutei" oder auch "kakueki (teisha)"  (Bummelzug) wird. Ich war schon ganz fertig und habe mich geärgert, dass ich nie diesen "special express" erwische. irgendwann gegen 0 Uhr stehen wir sehr lange in Mitaka. (wie immer) und dann kommt der Eilzug, der immer vorgelassen werden muss. Gedankenverloren schaue ich den Zug eine Weile an. Plötzlich steht da: "next stop [ich-hab-den-Namen-vergessen]". Ich denke mir "Moment, fahre ich da nicht immer vorbei?" Hekisch schaue ich auf die Anzeigetafel in meinem Zug, ob wir in dieser Station halten. Und ja. Schnell bin ich ausgestiegen und zum "special express" geeilt. Gute Entscheidung, denn vor Tachikawa hat er nur einmal gehalten. Nach Tachikawa wird auch dieser Zug zum "kakutei". Was mich aber nicht stört, da Hino gleich die nächste Station nach Tachikawa ist.

Um ca. 0:15 bin ich in Hino angekommen und gleich zum 7Eleven gegangen, wo ich mir das Frühstück für den nächsten Tag gekauft habe. Gute Entscheidung, denn im Kühlschrank war kaum was Brauchbares drinnen.




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